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Der Doktor, Davina und Hildegard von Klitt bemühen sich!
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Geduld, Geduld!
Eine Anekdote, gestaltet nach den Träumen der Hexe Mechthilda (34, Erzgebirge)
Eine kleine Vorgeschichte, eine Überraschung, in einem kleinen Papiersäckchen drin!
Pflaumenblau, groß, wie geschliffen die weichen Kanten, ein glänzendes Inneres, Kraft auf ihrer Zunge. Die Nacht ward vorüber, Manuela Fangmann verkostete die erste, der 7 getrockneten Trauben. Am Vorabend war es, da legte sie diese, wie vom Doktor vorgeschrieben, in die kleine Porzellandose. Oft Rosinen schon genascht, in früheren Tagen, diese aber ist anders, ihre konzentrierte Geschmacksenergie, ließ alle Erwartungen verschwinden, sie wusste nun, ein neuer Abschnitt, ein neues Bewusstsein nun reif und unumkehrbar!
Im Sandsteingebirge, irgendwo weit abgelegen, ein dunkler Stollen, tief unter der Erde! Der Zugang zu ihm wird gelegt, durch Wunsch und Fluch, eine besondere Kur, die 7 Nächte dauert und alle, die sie durchleben, verändert, für immer...
Der Montag danach, Manuela auf dem Weg zum Doktor, eine "geheime" Verabredung. ;-)
Ihre Gedanken, die sonst beim Doktor aufgehoben waren, die lenkte Manuela in den Mitternächten des Fluches, immer genau zwischen 23:30 Uhr und 00:30 Uhr, bewusst zu ihrem Ehemann, der, man glaubt es kaum, neben ihr, tiefgründig schnarchend schlief!
Wenn sie die geheimen Zaubersprüche flüsterte, schaute sie zu ihm, ab der zweiten Nacht, er, bereits im Stollen eingekerkert, zuckte in diesen Momenten. Der Zauber, diese 60 Minuten um Mitternacht, traumhaft!?
Immer wenn er sich dann morgens, 5:00 Uhr, aus seinem Bettabteil schlich, der Griff unters Kopfkissen, die Verköstigung, der unter kalifornischer Sonne getrockneten Weintrauben!
Mechthilda ist der Hexenname von Manuela Fangmann, verheiratet im 7. Jahr! So einige Fragen in ihr aufkommend, seit geraumer Zeit, die jenseits des doch ganz hübsch eingerichteten Alltags zu verorten sind!
Das leere Döschen, in der Tiefe der Tasche, ihres kurzen Herbstmantels versteckt, sie hält es fest! Die engen Reithosen sitzen streng straff, glänzende Lippen, Augen und auch die hohen Stiefel, aus schwarzem Leder, sorgsam aufpoliert.
Das kleine Café, ein gemütlicher Ort, an einem ungemütlichen Montagnachmittag, kaum Licht und dennoch so ein Strahlen, ihre Blicke suchen den Doktor.
"Ist Ihnen kalt Frau Fangmann?!"
Manuela, ihr Mantel bereits offen, blütenweiß die enge Bluse darunter, eine zierliche Leiste, angenehmer Abstand zwischen den Knöpfen, natürliches Indiz!
"Mir ist heiß Doktor!"
Nachdem Frau Fangmann neben dem Doktor Platz nahm, 2 Kännchen Tee, ein Teller mit Trockenfrüchten, die Unterhaltung begann. Manuela schwärmte von den Rosinen, diese pralle Fruchtigkeit, eine Süsse, sicher würde der Doktor verraten, wo es derart Leckeres gibt, aber was war eigentlich die Ausgangssituation? Was war der eigentliche Grund, den eigenen Ehemann in ihr Hexendasein einzubeziehen?
Alles begann mit einer Sage, mit einer Legende, Manuela wollte Macht ausüben...!
Na sowas aber auch...
Es waren spannende Zeiten, die neuen Lehren auf der Burg, die guten Gespräche, etwas Therapie, immer näher an ihr Ich, sie distanzierte sich nun regelmäßig vom Alltäglichen. Die langen Wanderungen zu sich selbst, anfangs mit "Geleit", diese innere Ruhe plötzlich, das Krafttanken, all die positiven Begleiterscheinungen ließen den Ehemann wohl kalt. Zumindestens dachte sich Manuela Fangmann diesen Teil, vermisste die Aufmerksamkeit, wollte Veränderung nun insgesamt!
"Er spürt es Frau Fangmann, aber Ihnen reicht das nicht!"
Nebel, überall Nebel, erst im letzten Moment, die Schatten, die Silhouetten, hohe Tannen, Sandsteingebilde, Findlinge...
Mit den Armen voran, schleichend, etwas gekrümmt, sichtlich orientierungslos, eine Nebelsuppe an diesem kühlen Morgen, im Wald der Schwarzen Vögel! Nicht dunkel, dieses Grau, eine Waschküche, begrenzt das Sichtfeld, eine kalte Stille, null Perspektiven! Welche Gedanken hat Heinrich "Heini" Fangmann in diesen Momenten der Planlosigkeit? Eine kurze Rast, der Weg gabelt sich, aufrecht nun, Bewegung im Wolkenreich. Sein Blick sucht, erst zögerlich über die Schultern, links und rechts, eine Drehung und die Erkenntnis, ohne Hinweisschilder wird es schwer.
So wie der Ort ihm fremd, so auch die Zeit, wirkungslos, ohne Bedeutung, eine Wanderung schon, kein Spaziergang. Jeder Schritt, die Spitzen seiner Füße, fern und unwichtig fühlt sich das Vorankommen an, alles gleich, kein Schritt bringt wirklich Neues, wie weit es noch ist, das spielt auf dem Pfad der Ziellosigkeit, keine Rolle! Was, oder wer treibt ihn?
Nach einer undefinierten Phase des Gehens, einem solchen Fortbewegen, dem nur das Davonkommen zu Grunde liegt, inmitten seiner nun gewonnenen beruhigenden Apathie, platzt der Schrei einer Krähe und ließ Heini zusammenzucken.
"Iwahnuschkahhhh, Iwahnuschkahhh...!"
Hildegard von Klitt pudert ihr Gesicht, matt und glanzlos soll es sein. In wenigen Minuten wird sie Heini über den Weg laufen!
Frau Fangmann flüstert, streng geheim die Zaubersprüche, welche Richtung wird er nach dieser Begegnung einschlagen? Die Kirchturmuhr, Mitternacht!
Im Wald der Schwarzen Vögel, im Dorf, unter vorgehaltener Hand, ein Wahnsinniger wird gesucht! Aus dem Mohnstollen ausgebrochen wohl, auf der Flucht, es herrscht Unruhe, die Wachmannschaften der Burg, höchste Alarmbereitschaft!
Herr Fangmann völlig neben sich, erschöpft im Geiste, die Füße tragen ihn, der nächste Stein, noch einmal dem Sturz entkommen, da plötzlich, die Umrisse einer alten Frau, von Hinten!
Direkt vor ihm, diese Ungläubigkeit, diese Zweifel, kein Wort bekommt der sonst so lebhafte Herr, über seine Lippen!
Sekunden, Minuten, Stunden!?
Das Gewandt aus grauem Leinenstoff, wie verschleiert, mit einem Kopftuch, die Hände geballt, unheimlich und gruselig muss es wirken, Hildegard von Klitt dreht sich langsam zu Manuelas Ehemann.
Der, erstarrt und mit eingefrorener Mimik, in seliger Teilnahmslosigkeit, der plötzlichen Erscheinung, tief in die Augen schaut!
Hildegard von Klitt ließt seine Gedanken, Mechthilda spürt die Energie, eine Kraft, weit weg von irgendeiner Negation, kein übertriebener Positivismus, es ist die pure Aufgabe. Ein symbiotischer Akt, ein Urvertrauen in Heini, sein erster Gedanke, nachweißlich und Willkommen geheißen von Hildegard von Klitt, der war ein fast logischer, ein reflexartiger, ein erlösender Gedanke:
Eine innere Zufriedenheit, Hildegard telepathierte dieses Wohlgefühl in Richtung Manuela Fangmann, die in ihrer natürlichen Rolle, als Hexe Mechthilda, nun ganz nah ist, den Grad einer Meisterhexe zu erlangen.
Ihre Macht, von einem Ergebnis untermauert, welche einen Zugewinn an wahrer Gelassenheit, eine neue Ausgeglichenheit und diese verjüngende Kreativität mit sich brachte, die keinem der früheren Wünsche glich, nein, übertroffen nun alle Vorstellungskraft.
Hildegard von Klitt verweichlichte ihren Blick, der Nebel verdünnte sich, die Umgebung wuchs, Heinrich Fangmann erwachte sichtlich, die Gedanken befreiten ihn vom "Vergangenen", seine Abhängigkeit in dieser Situation fundiert, stabil, er ließ sich auf ein Gespräch ein, welches noch für Überraschungen sorgen würde. Hildegard hielt ihm aber zunächst ihre beiden geschlossenen Hände entgegen. Mit einer verständlichen Geste forderte sie Heini auf, eine der beiden zu wählen.
Nach kurzer Überlegung, noch immer ward kein Wort gesprochen, zeigte er auf die, von ihm aus gesehene, rechte Faust!
Eine hoch spannende Situation, Hildegard von Klitt kann es, ihr Metier ist es, Spannung, Erregung, Stimmungen erzeugen, sie genießt es seit Ewigkeiten! Oberschwester Julia von der Ruh weiß, was ihre direkte Vorgesetzte nach solchen "Ereignissen" braucht...
Heinrich Fangmann schaut wie gefesselt auf die sich langsam öffnende Hand, kein einziges Mal gezwinkert hat er, die schwarzen Nägel, ein symbolhafter Ring, die feingliedrigen Finger, irgendwann ist sie vollkommen geöffnet und gibt ihren Inhalt preis.
Heinrich Fangmann schaut, Hildegard ließt, mit einem zögerlichen Lächeln, sein Blick taucht noch tiefer in die Augen der Meisterhexe, seine erlösenden flüsternden Worte, nach dem Begreifen, nach der Erkenntnis!
"Drei Haselnüsse!"
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung
Quelle: Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907.
Aus Kunst und Altertum, 4. Bandes 2. Heft, 1823. Eigenes und Angeeignetes
"Folge mir Heini, der Doktor erwartet uns bereits, bitte verhalte dich unauffällig!"
Noch ehe der Nebel sich verzogen hatte, erreichten Hildegard von Klitt und Herr Fangmann das Laboratorium X.! Den großen Schlüssel in der Hand, die schwere Pforte, Herr Fangmann betrat den Eingangsbereich der Praxis des Doktor Morten respektvoll leise. Elektrische Kerzenleuchter an der Wand, ein zierlicher Spiegel, 2 Stühle, keine Garderobe.
Hildegard von Klitt überreichte Heini einen Stoffbeutel, in dem sich ein weißer Bademantel, ein paar blaue Badelatschen, die Mappe mit dem obligatorischen Fragebogen, sowie der Bleistift befinden. Mit ihrem Zeigefinger die Wegweisung.
Es ist die linke, der beiden Türen, beschriftet mit -
"WAHNSINN UND IRRGLAUBE"
- durch die Herr Fangmann nun ging und im dahinter befindlichen Zwischenraum, so wie befohlen, seine Verkleidung wechselte.
Es vergehen einige Minuten, dann öffnet sich die andere Tür, die ohne Klinke, welche ihm zum Behandlungszimmer, des Doktor Morten, nun Einlass gewährt. Heinrich Fangmann, im weißen, fest zugeschnürten Bademantel, die Kapuze aufgelegt, über seinen Augenbrauen, die Berandung der weichen Kopfbedeckung, die hellblauen Badelatschen, ein wenig zu groß!
Ein Gang ist dieser, nicht erhaben, authentisch, Heini betritt die geheime Räumlichkeit, ein großes, platzgebendes Zimmer, die Apparaturen, der Schreibtisch, noch etwas verschwommen, seine Wahrnehmung ohne Fassung, ohne wirklichen Standpunkt.
Hildegard von Klitt, nun im weißen kurzen Schwesternkleid, mit ihrem striktem Pferdeschwanz, den glänzenden halbhohen weißen Gummistiefeln, sie hält die Tür.
"Heinrich Fangmann, Herr Doktor!"
Heinis Augen, dankbar wandern sie aus dem ernsten bekannten Gesicht, in die nun freien kurvigen Gegenden, der Doktor beobachtet, Hildegard ließt!
"Heinrich, herzlich Willkommen auf der Burg!"
Das typische Geräusch von Badelatschen, die ersten Schweißperlen, einige Schritte sind es noch, auf dem weißen "Nikki" [T-Shirt] vom Doktor, in historischen Lettern, eine unerwartete Botschaft!
Ein Dreieck bildet sich, Heinrich Fangmann sucht ein passendes Wort, seine gedanklichen Stehversuche am Ufer des Buchstabensees, nach dieser Strandung, nur der feste Griff des Doktors verleiht Sicherheit!
Dankbar und sichtlich erleichtert, Hildegard voran, der Doktor leitet Herrn Fangmann zu einer der 2 Sprechblasen, unzählige dünne Drähte, einige Schläuche, der Behandlungsstuhl mit Möglichkeiten der Fixierung.
Ein großer, sowie 2 kleine Monitore, ein Sortiment an Nadeln und Kanülen.
Das von oben herabhängende dünne Kondensatormikrophon, bereits mit Frischhaltefolie, vor dem Eindringen von Feuchtigkeit, geschützt, die lange Bambusstange, dünn, einige Federn, von großgewachsenen Vögeln, gelbe und blaue Gummihandschuhe, ein Hocker, sowie die Tastatur und einige Schaltelemente.
Hildegard von Klitt legt Papier aus, erste Entspannung, als die Gurte an Oberarmen, Hand-, sowie an den Fußgelenken, dem Heini einen stabilen Sitz geben.
Frei nun sein Blick, die Blase gut verschlossen, das Gespräch wird in wenigen Minuten beginnen.
Gedimmt das Licht, die notwendige Atmosphere, Hildegard, von außen, lächelnd, lasziv, zum Doktor, der auf dem Hocker sitzend, ihr beim Öffnen der 2 oberen Knöpfe, ihres weißen Kittels, zuschaut!
"Na, Mahlzeit!"
Im ausgefüllten Fragebogen vertieft, verschlossen Heinrichs Augen, Hildegard hat nur Blicke für den Doktor!
Hexe Mechthilda derweil, seit fast einer Stunde, sie "plantscht" im heißen Grottenbächlein, im Nachbarkämmerlein!
Und hört sanfte Musik... Hmmmm!
;-)
"Er freut sich!"
Grottenbächlein - Plätschertal
Bald mehr! ;-) Merci...