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Der Doktor, Davina und Hildegard von Klitt bemühen sich!
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Geduld, Geduld!
Eine Erzählung, gestaltet nach den Träumen der Hexe Candela (49, Dresden)
Der Doktor notiert, die Gedanken sortieren sich, aufgeräumte Bilder. Die Geschichte wächst...
2024, ein Jahr neigt sich dem Ende zu, im Laboratorium X., der Doktor, Oberschwester Julia von der Ruh, sowie Gotthexe Davina de Mirabeau. Es ist mehr als Teilnahme, mehr als Begleitung, tiefer ist es, im Nachhinein, eine gemeinsame Erfahrung.
HEXE CANDELA alias CANDELA LOCKMANN
Mittlerweile schneit es, kräftig, die Flöckchen stapeln sich. Candela ließt, immer wieder Erinnerungen, Träume verwandelt, ihr Blick über die Dächer, weiß.
Hitze, diese sengende Hitze damals, nicht erdrückend, Einfluß nehmend, alles verlangsamte sich. Candela Lockmann versucht die Schneeflocken zu zählen, die beim Blick zur alten Laterne, vor ihrem Haus, im gelblichen Licht tanzen. Warm ist es, die kleine Mansardenwohnung, Fußbodenheizung.
Wann war das? Absolut freiwillig tauschte sie dieses Altbau-Idyll, gegen die 2-Bettkammer auf Burg Grottental ein. Passte sich Gesetzen und der Ordnung an, wurde Hexe.
In einem der ersten Gespräche mit dem Doktor war es, Oberschwester Julia von der Ruh, wohnte diesem bei, dass Candela (Hexenname - Bedeutung: die Glut, die Wärmende, die Feurige) andeutete, dass ihr etwas fehlen würde.
Selbstverständlich wird auf Burg Grottental, in solchem Falle, nicht einfach ein Verzeichnis, oder ein Katalog genommen und systematisch abgefragt. Nein, die Methoden auf Burg Grottental sind ungewohnt.
Als Julia von der Ruh, kurz vor der ersten Traumsetzung, Hexe Candela ins Ohr flüsterte:
"Dir fehlt gar nichts!"
da befand sich Candela bereits im Tiefschlaf!
Der Kristallisationspunkt war gefunden, die leeren Räume sich öffneten, der Doktor erstes Licht setzte, da wurde allen klar, Hexe Candela schien in ihrer scheinbar perfekten Welt, an Langeweile zu erkranken!
Der Doktor griff, nachdem er Candela, die in weißem Leinenkleidchen, auf einem alten quietschenden Rollbett liegend, in den Schlafsaal 2 gebracht hatte, zum Telefon!
"Einen Tisch für 3 Personen, heute Eva, für heute!"
Wann ist es Reise, wann ist es Flucht? Zeit für einen Plan, wohin, wann, allein? Hauptsache weg, zu einfach, bis ins kleinste Detail durchdacht, anfällig für Enttäuschungen. Bei Candela, da waren sich der Doktor und Gotthexe Davina einig, bei ihr braucht es einen Auftrag, eine Herausforderung, und somit ergab es sich, an einem wunderbaren Abend, in einem kleinen spanischen Restaurant, unweit des großen Bahnhofs...
"Schauen Sie auf seine Hände, Candela!"
Ein zarter Hauch, dahinschmelzend, dieser Schneidemeister, die Kapelle, langsamer Flamenco, Iberico Schinken auf Candelas Zunge. Einen guten Schluck vom Pingus, aus dem Jahr 2019 im Munde tanzend, eine angenehme Wohligkeit machte sich gerade breit, als Candelas Blick auf der Menuekarte verweilte.
Beschrieben ein Dorf, im Süden Spaniens, nicht am Meer, in der Nähe einer Burg, Einöde, Traditionen, Bräuche und eine mystische Vergangenheit!
Candela fing an zu träumen...
Im Jahre 1790 gestrandet, weit abgelegen, die Hitze steht, das dünne Leinenkleid schützt weder vor den Temperaturen, noch vor den Blicken, des plötzlich auftauchenden großen Mannes.
Alles und nichts, so ist es im Traum, was bedeutet eigentlich Verstehen? Viel sprach er nicht, die Fremde im Blick, der große Strohhut, ein Duft irgendwo zwischen Schweinestall und Backstube. Große Hände ziehen Candela Lockmann auf den kleinen Wagen, der von einem stattlichen Hengst gezogen, nach kurzer Orientierungshilfe die Fahrt wieder aufnahm.
Alles verschwommen, nicht mehr senkrecht die Sonne am Himmel, Candela liegt auf der Pritsche, zwischen Zucchinis, Tomaten, einigen Melonen und krummen Gurken. Bedeckt mit einem leeren Mehlsack, die Haare nass, irgendwann schlief sie (wahrscheinlich) ein.
"Du gehörst doch sicher zum Hexenbund? Oder? Sprich!"
Ein echter Riese wohl, im Zirkus Makaber
(Circo Macabro)
"Gänsehaut, Doktor!"
Der Kutscher brachte Candela Lockmann zum La Casa De La Bruja
"Morgen auf dem Markt!"
Seine Hände, der "Schinken", Candela vergaß ihren Auftrag!
"Findet sie, aber macht vorsichtig!"
Verschieden das Handwerk, großartige Künste, sie will alles!
"Darf ich Sie malen, Senora Lockmann?"
PARADE
Am Morgen der großen Parade, die in diesem Jahr zum 100. Male veranstaltet wird, ist Candela Lockmann angekommen. Die Mägde des La Casa De La Bruja hatten am Abend zuvor ganze Arbeit geleistet.
Nach einem heißen Bad, ausgiebig entspannt, die meisterhaften Hände vom Doktor, wunderbare Unterstützung, drei mal zehn Finger, ein Duft von Öl und Kräutern. Die Hitze des Tages nun auf der Haut, potenziert, in ihr, das Feuer. Immer wenn Candela ihre Augen etwas öffnete, die durch Kerzenlicht warm ausgeleuchtete Grotte, glänzende Perlen, Lippenbewegung, Flüstern im Raum, Gitarrenklang.
Oft pausierten die Hände, verweilten kurz, um dann im langsamen Streichgang, neue Orte zu entdecken. Candela ließ sich treiben, selbst ihr waren manche Gegenden aus dem Sinn gekommen, nun fand sie erste Hinweise, Erinnerungen zeigten ihr den Weg.
Es ist im Dorf schon seit Ewigkeiten ein Brauch, dass am Morgen der Parade, ein gut sortierter Jahrmarkt stattfindet. Die Händler mit den frischesten Waren, Obst, Gemüse, Schinken und gutem Fleisch, mit edlen Stoffen aus Übersee, orientalischen Spezialitäten, Gewürzen und neuesten Geschichten im Gepäck.
Für alle erwachsenen Frauen des Dorfes und auch für jene, die nur kurz im Ort verweilen, wartet am Tag des Zucchinifestes, eine ganz besondere Tradition. Der Circo Macabro hat sein Zelt aufgeschlagen, am Rande des Ortes, am Rande des Wahnsinns!
An diesem Tage sollte Candela Lockmann alles erfahren, was für ihre Mission, den Auftrag, so wichtig sei! Leider begegnete sie auf dem Weg zum Markt einem Maler, der, wie sich später herausstellte, im Hauptberuf Bäcker ist.
In den schattigen Gassen, diese Farbenpracht, braungebrannt die Leiber, Melonenwasser aus Mundwinkeln, frivoles Treiben, einige Gaukler vom Circo Macabro haben sich unter die Leute gemischt.
"He, Senora, einen Kaffee, schnell!"
Die Wirkung des guten Weines entfaltete sich wohlwollend, amüsiert über des Doktors Scherze, Davina nippte an einem Glas Sprudelwasser. Sieh da, ein adretter junger Ober, sicher ein Torrero, in Candela Lockmanns Augen, er bringt uns den Kaffee.
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Eng geht es zu, in den Gassen, diese Farben, im Sog der Freude, fast tanzend bewegt sich Candela durch die Menschenmassen. Mittlerweile ist die Gästezahl weit höher, als die der Einwohner des Dorfes. Ein Zentrum, sagenhaft...
Das Stimmenwirrwarr, Gesichter, Augen, ein Kommen und Gehen, zum studieren der Angebote, keine Zeit, irgendwann, am Oberarm, mit festem Griff zieht sie jemand abseits, plötzlich Ebbe, die Stimmen ferner.
"Candela, erkennst Du mich?"
Ruhe in Candela, sie fand sich in einem kleinen Laden wieder, es duftet nach frisch Gebackenem. Staubig schon die Sandaletten, Spannung im Kleid, welches die pure Natürlichkeit gekonnt unterstützt, selbständig! Die Blicke des Herrn, eine von Mehl bestäubte Magd, sie bringt Brot für den Verkauf, überall Körbe, Tücher, die kleine Backstube nur durch einen Spalt zu erahnen, schnell schließt der Vorhang den Zugang wieder blickdicht ab.
Candela Lockmann überlegt, woher sollte sie ihn kennen, hier in der Fremde? Es pochte ihr Herz, immer weiter grub sie in ihren Erinnerungen, diese Augen, eine tiefe Stimme.
"Zeig ihr die Backstube, Waltraud!"
Candela Lockmann streckte der Magd ihre Hand entgegen, mit einem Lächeln zog diese, die wissbegierige Hexe hinter den Vorhang.
KREUZUNG
Eine bizarre Atmosphere im Schlafsaal 2, des Laboratoriums X. Atemgeräusche, der Rhythmus eines Pieptones schafft zeitliche Orientierung, immer wieder Bewegung auf den Liegen, hinter einem Großen Fenster, der Doktor, Gotthexe Davina de Mirabeau und die Oberschwester Julia von der Ruh.
Candela Lockmann wird in wenigen Minuten erfahren, dass eine Intrige aufzuklären sei, ihr bleiben nur wenige Stunden, sonst würde der geheime Hexenorden enttarnt!
Auf welchem Wege wird der Doktor diese Nachricht überbringen können? Candela lässt sich gerade in praktischer Weise, vom Bäckermeister und seinen Mägden, die vielfälltigen Knet- und Walktechniken vorführen. Ein Laib, ihr Leib, gestern Abend, diese Parallelen sind nun mal nicht wegzudenken!
Laut ist des fremden Mannes Gerede, vorn im Lädchen, zwei königliche Gardeoffiziere des Wachregimentes stehen plötzlich vor ihm!
"Wir suchen eine Fremde, sie soll sich hier verstecken!"
Der Bäckermeister hört dies und lässt die Magd einen leeren Mehlsack bringen, alles muss schnell gehen. Candela Lockmann, herausgerissen aus dem formgebenden Akt, sie fand sich augenblicklich, etwas gekrümmt und eingeschüchtert, im besagtem Sack wieder. Dieser wurde, nach einer kleinen Ewigkeit und überstandener Hausdurchsuchung, von einem Mann, auf den kleinen Pritschenwagen gehoben!
Bald mehr! ;-) Merci...